ལུང་དཀར་སྤྲལ་འགྱུར་མེད་ཡེ་ཤེས།
(lung dkar sprul ‚gyur med ye shes)
Lungkar Tulku, Gyurmey Yéshey
Lungkar Tulku Gyurmey Yéshey (Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts) repräsentierte einen Zweig der Linie, der mit dem Lungkar-Kloster (Longge) verbunden war. Sein Name „Gyurmey“ („Unveränderlich“) und „Yéshey“ („Ursprüngliche Weisheit“) spiegelt die unveränderliche Natur des erleuchteten Bewusstseins wider.
Er lebte während der britischen Invasion in Tibet (1903–1904) und der darauffolgenden Zeit politischer Unruhen. Trotz dieser Herausforderungen hielt er an der Vajrabhairava-Tradition fest und passte die Lehrmethoden an, um ihre Bewahrung in dieser schwierigen Zeit zu gewährleisten.
Historische Aufzeichnungen weisen darauf hin, dass er sowohl für seine Gelehrsamkeit als auch für seine Leistungen in der Meditationspraxis bekannt war. Er bildete zahlreiche Schüler aus, darunter Mönche, die nach der chinesischen Invasion aus Tibet flohen, und stellte so sicher, dass die Linie auch nach der Zerstörung ihrer institutionellen Grundlagen in Tibet überleben würde.