Das Logo des Yoga-Tantrischen Dakini-Ashrams der Weißen Tara wurde von Dorje Gyatso Rinpoche entworfen. Es ist angelehnt an die traditionelle Gestaltung tibetischer Klöster, symbolisiert die tiefe geschwisterliche Verbundenheit des Dakini-Zentrums zu den Klöstern in Qinghai/Tibet und doch unterscheidet es sich in vielen Wesensmerkmalen.
Durch dieses Logo wird der wahre Dharma vermittelt, der im Dakini-Zentrum gelehrt, praktiziert und gelebt wird. Bereits durch das gründliche Studieren dieses Logos und die Kontemplation hierüber, kann der Suchende bereits zu einem tieferen Verständnis des Dharma gelangen.
Über dem gesamten Logo befindet sich der Schirm von Ushnisha Sitatapatra (Dukar / Dukkar – 大白伞盖佛母(佛教本尊) – གདུགས་དཀར། ནང་ལྷ།). Sie ist der höchste Erleuchtungs-Aspekt der Weißen Tara und die geistige „Mutter aller Buddhas“. Ihr Schirm schützt den wahren Dharma und den Suchenden vor allen Arten von Hindernissen und negativen Ereignissen.
Direkt unter ihrem Schutzschirm thront das Padmayana-Symbol („Lotos-Fahrzeug“). Dieses wird gebildet aus dem vierblättrigen roten Lotos, der das unterste Chakra symbolisiert und damit für unsere Wurzel und das Ur-Vertrauen steht. Die Zahl Vier, wird der Erde zugeordnet und stellt das Element dar, aus denen unser physischer Körper gebildet wird. Das unterste Chakren-Paar steht weiterhin auch für die heilige Sexualkraft, da diese als Kundalini hier entspringt und diese unsere kreative Schöpferkraft ist. Wie bei einem Baum, der von der Wurzel an zum Licht emporwächst oder ein Haus, das auf einem Fundament begonnen wird zu bauen, bildet dieses Chakra die Grundlage und die Fülle unseres geistigen Wachstums.
In den vertikalen Lotosblättern befinden sich die uralten Sanskrit-Schriftzeichen (die aus einer viel älteren Schrift, nämlich der Siddham-Schrift bzw. Brahmi-Schrift adaptiert wurden) HUM und HRIH. Das untere Zeichen HUM ist gleichzeitig die Keimsilbe des transzendenten Ur-Buddha Akshobhya und bedeutet „alles Los-Lassen“ und steht für Leerheit.
Das obere Zeichen HRIH ist die Keimsilbe des transzendenten Ur-Buddha Amitabha und bedeutet „in selbstloser Liebe vereinigen“ und steht für die Fülle der selbstlosen Liebe, deren Voraussetzung das Erreichen der Leerheit ist. Beide Sanskrit-Zeichen zeigen die zwei Extreme der Dualität auf, die stets miteinander verbunden werden müssen, um in unsere wahre Mitte zu kommen.
Die Mitte wird hier durch den goldenen scheinenden Kreis dargestellt, dessen Inhalt leer und doch nicht leer ist. Dies ist der Zugang zum Nirwana, dem göttlichen Ur-Feld, das in uns selbst liegt und im Außen nicht gefunden werden kann.
In den horizontalen Lotosblättern befinden sich zwei Wan (卍 / tibetisch: Gyung Drung / Swastikas) mit jeweils vier innenliegenden Punkten. Es sind links- und rechts-drehende Swastikas, die ähnlich den links- und rechts-drehenden Aminosäuren, Leben und Tod symbolisieren und damit den Kreislauf der Wiedergeburten, zwei Seiten ein und derselben Medaille. Sie symbolisieren ferner auch den tibetischen Buddhismus und die fast 12.000-jährige Bön-Tradition, aber auch den Buddhismus und den Daoismus, die aus höherer Sicht untrennbar sind.
Das Padmayana-Symbol (Lotos-Fahrzeug) selbst thront auf einem Dakini-Stern, der sich auf einer heiligen Lotos-Scheibe befindet. Der Lotos als Sockel steht für die Reinheit, Erhabenheit und höchste Heiligkeit. Er wächst im Schlamm, im Sumpf dieser Welt, doch kein Schmutz und keine Unreinheit kann ihm etwas anhaben oder an ihm anhaften. Sie perlen einfach von ihm ab.
Der Dakini-Stern ist eines der ältesten Symboliken dieser Welt und wird aus 2 gleichschenkligen Dreiecken gebildet, die miteinander verwoben sind. Sie stellen die 2 Polaritäten dar. Das Dreieck mit nach oben gerichteter Spitze ist das uralte Symbol für Yang, Feuer und Aufstieg, das Dreieck mit nach unten gerichteter Spitze hingegen das Symbol für Yin, Wasser und Abstieg bzw. Niedergang. (Der „David-Stern“ Israels dürfte auf dieselben Bedeutungen zurückgehen, ist aber wesentlich jüngeren Ursprungs.)
Der Lotos-Thron mit dem Padmayana-Symbol erhebt sich aus dem „Ozean der Weisheit“. Vor ihm taucht aus selbigem Ozean das Chintamani („Wunscherfüllendes Juwel“) im Flammenkranz des himmlischen Feuers auf.
Das Chintamani wird Avalokiteshvara (Chenrezig), dem „Buddha der Barmherzigkeit und des unendlichen Mitgefühls“, zugeordnet.
Es wird mit einem Ru Yi („Wunscherfüllendes Glücks-Zepter“) gleichgesetzt, das sowohl im Daoismus, als auch im chinesischen Buddhismus (hier besonders bei Guan Yin) häufig als Attribut von Göttern, Unsterblichen oder Herrschern anzutreffen ist.
Das Chintamani vermaterialisiert alle unsere sehnsüchtigen Herzenswünsche in unendlicher Potenzierung. Wenn diese rein sind und aus verwirklichtem Boddhicitta entspringen, werden sie so ein wahrer Segen für alle Wesenheiten sein.
Auf der linken Seite wächst ein blauer Lotos aus dem „Ozean der Weisheit“ empor.
Der blaue Lotos steht für Leerheit, pure Intelligenz, Wissen und Weisheit.
Auf ihm thront eine Sutra. Sie symbolisiert das universelle Schöpfungswissen, den gesamten Dharma, in Form eines Buches.
Über ihr erhebt sich das flammende „Schwert der Weisheit“ von Manjushri, dem „Buddha der Weisheit“.
Auf der rechten Seite wächst hingegen ein roter Lotos aus dem „Ozean der Weisheit“ empor.
Der rote Lotos steht für Fülle, Methode, die heilige Sexual- bzw. Schöpfungskraft und für selbst-lose universelle Liebe und das daraus resultierende unendliche Mitgefühl.
Auf ihm thront die Ambrosia-Vase des Amitayus, die mit dem Nektar der Langlebigkeit und Unsterblichkeit gefüllt ist und aus der das „Kraut der Unsterblichkeit“ herauswächst. Amitayus ist der „Buddha des unendlichen Lebens bzw. der Langlebigkeit“ und stellt den Sambhogakaya-Aspekt des transzendenten Ur-Buddha Amitabha dar, dem „Buddha des unermeßlichen Lichtglanzes und der selbstlosen Liebe, sowie der Verkörperung der absoluten Wahrheit“. – Amitabha ist ein Dharmakaya-Aspekt.
Vor Ambrosia-Vase des Amitayus befinden sich drei Haritaki-Früchte. Haritaki ist eine der wichtigsten Heilpflanzen der ayurvedischen, tibetischen und chinesischen Medizin. In Indien wird sie Shiva zugeordnet, im Buddhismus wird sie auf vielen Darstellungen des Medizin-Buddha abgebildet.
Sie wirkt als Verjüngungsmittel, steigert den Sauerstoffgehalt im Blut um bis zu 300 %, wirkt blutreinigend, blutdrucksenkend, durchblutungsfördernd, schlaffördernd, Bindegewebe stärkend und leistungssteigend.
Im berühmten traditionellen Heilmittel „Triphala“, ist sie neben Amla und Bibhitaki die Hauptzutat.
Neben den herausragenden medizinischen Eigenschaften, ist jedoch ihre wichtigste Wirkung die Entkalkung und Aktivierung der Zirbeldrüse, wodurch unser drittes Auge aktiviert werden kann.
Über dem „Kraut der Unsterblichkeit“, erhebt sich das „Dharma-Horn“. Das „Muschel-Horn“ stellt eine der acht Kostbarkeiten im Buddhismus dar. Wie eine Posaune kann es lautstark geblasen werden und symbolisiert so den „Weckruf des Dharma“, um alle „Schlafenden“ und „Unbewußten“ aus ihrer Unwissenheit erwachen zu lassen, damit sie selbst die große Illusion erkennen und zu ihrer eigenen geistigen Befreiung finden mögen.
Der „Ozean der Weisheit“ wird umsäumt von zwei Bannern.
Auf dem oberen sind neben dem tibetischen Schriftzug ein Kartika (Drigug / Gri Gung) und eine Kapala dargestellt, die Hauptattribute der Dakinis.
Das Kartika ist ein Hackmesser, das die Loslösung bzw. Durchtrennung von aller Materie und ihren weltlichen Fesseln symbolisiert.
Die Kapala ist eine Schädelschale, die als Trankopfer dient.
Auf dem unteren Banner befinden sich wieder die 2 uralten Sanskrit-Schriftzeichen HUM und HRIH, die bereits erklärt wurden.
In diesem Logo von Dorje Gyatso Rinpoche wird dargestellt, worum es im Dharma essenziell wirklich geht.
Der Dakini-Weg ist der schnellste und effektivste Bodhisattva-Weg, um im Hier und Jetzt unsere eigene Buddhaschaft selbst zu erreichen. Dieser Weg wird in der Dangpo-Tradition unserer Schule gelehrt. Es ist der Weg der Vollendung, der zur eigenen geistigen Befreiung führt und somit zum Nirvana, zurück zu unserem Ursprung, dem göttlichen Ur-Feld, indem wir unser Ich-Feld als Illusion erkennen, es überwinden und durch unsere Matrix (Scheinwelt) selbst durchbrechen.
Wir nutzen bewahrtes Wissen, tiefe Weisheit, eigene Erkenntnisse, bewährte Praktiken und Methoden unabhängig davon, welchen Ursprung sie haben, ebenso wie die seit 5.000 Jahren bewährte Traditionelle Chinesische und Tibetische Medizin, um ernsthaft Suchenden auf ihrem Selbsterkenntnisweg ganzheitlich zu unterstützen.
Genau dies spiegelt sich in der Lehre von Maitreya („Liebende Güte“) wieder, der von Shakyamuni-Buddha vor ca. 2.500 Jahren für unsere heutige Zeit angekündigt wurde, in der sich alles erfüllen sollte.
Maitreya, als „Buddha der Zukunft“ (die Zukunft vor 2.500 Jahren ist zwischenzeitlich Gegenwart geworden), ist der letzte große Buddha des letzten Zeitalters (unsers Zeitalters), der noch einmal den wahren Dharma lehrt. Er wird traditionell immer auf einem Hocker sitzend dargestellt, was einen Bruch mit der herkömmlichen traditionellen Sitzhaltung des Lotossitzes („Schneidersitz“) mit ineinander verschränkten Beinen, aber auch mit den bis dahin geltenden strengen und teils dogmatischen monastischen (klösterlichen) Regeln darstellt.
Sehr wegweisend ist auch die verbindende Mudra (Handgestik) von Maitreya, indem er die Stiel-Enden beider Lotos-Blumen, die sich zu seiner linken und rechten Seite befinden, miteinander verbindet (verknotet). Es sind grundsätzlich der rote Lotos und der blaue Lotos (Erklärung siehe oben), also die Leerheit mit der Fülle, die Intelligenz mit der selbstlosen Liebe, die Weisheit mit der Methode, das Yoga mit dem Tantra, das männliche mit dem weiblichen Prinzip, das Yang mit dem Yin.
Wenn wir diese Polaritäten in uns vollständig miteinander verbunden und so überwunden haben, erreichen wir den sehr schmalen Grad, den Pfad der Mitte. Wir entwickeln in uns selbst das Chintamani („Wunscherfüllendes Juwel“) und können so unser Schicksal selbstbestimmend in unsere eigenen Hände nehmen ohne karmische Konsequenzen zu verursachen. Wir erkennen, daß wir alles selbst sind und werden so selbst zu Maitreya der „Liebenden Güte“, zu Avalokiteshvara – dem „Buddha der Barmherzigkeit und des unendlichen Mitgefühls“, zu Manjushri – dem „Buddha der Weisheit“, zu Tara – dem leuchtenden „Stern“ in der Verdunklung dieser Welt und der „personifizierten Weisheit und Mitgefühl“, zu Sitatapatra – dem „Schutzschirm“ und der „Mutter aller Buddhas“.